„Eine Tasse Freiheit?“

Kaffeekonsum in der Corona-Krise
Seit Beginn der Covid-19 Pandemie hat sich für uns alle Einiges geändert, so auch der Kaffeekonsum. Im unserem Videobeitrag wollen wir Personen aus unserem Umfeld zu Wort kommen lassen und stellten ihnen Fragen bezüglich ihres Kaffeekonsums. Anschließend analysierten wie die Veränderung des Kaffeekonsums seit Beginn der Pandemie etwas genauer.

 

Wie viele kleine Dinge im Leben ist Kaffee für uns allgegenwärtiger Begleiter im Alltag. Ob als Start in den Tag, Motivation am Arbeitsplatz oder als Basis sozialer Interaktion in den städtischen Cafés. Mit dem anhaltenden Lockdown sind viele Gelegenheiten Kaffee im gewohnten Umfeld zu konsumieren, abgesehen von To-Go Angeboten, nahezu alternativlos weggefallen. Man möchte meinen, dass dadurch der Konsum weniger geworden sei, aber das Gegenteil ist der Fall. Durch den Wegfall von Kaffee am Arbeitsplatz oder eben in öffentlichen Cafés trinken etwa 33% mehr Menschen ihren Kaffee Zuhause in den eigenen vier Wänden. Man möchte wohl nicht einfach auf das schwarze Gold verzichten. Schließlich ist es für die Deutschen doch ganzjährig das beliebteste Heißgetränk.

 

Im Durchschnitt ist nicht nur die Füllmenge gestiegen, sondern auch die Anzahl der Tassen pro Tag. Allerdings hat sich nicht nur die Menge selbst, sondern auch die Motivation hinter dem Kaffeetrinken verändert. Einige wollen dadurch ihre Effektivität und Produktivität im Homeoffice steigern oder für den Lockdown-Stress kompensieren. Letzteres dürfte seit dem Aufkommen von Covid-19 eine neue Motivation sein. Nach allem was wir wissen kann Kaffee für den Einzelnen auch eine beruhigende Wirkung haben.

 

Wenn es um den Kaffee selbst geht kommt es den meisten vor allem auf den Geschmack, die Qualität und zu guter Letzt den Preis an. Dabei greift ein Großteil auf Vollautomaten zurück, dicht gefolgt vom klassischen Filterkaffee. Kaffee aus Kapselmaschinen steht dabei an dritter Stelle. Viele andere Arten, wie Instantkaffee oder Cold Brew Kaffee, nehmen dabei eher eine Nischenrolle ein. Auf jeden Fall ist die Lust auf Kaffee nicht zu stoppen.

 

Vielleicht ist es letzten Endes auch der Versuch die jetzt durch den Lockdown fehlenden zwischenmenschlichen Interaktionsmöglichkeiten, Kaffeepausen am Arbeitsplatz oder Treffen in den Cafés aufzufangen, inwiefern und ob das überhaupt gelingen kann wird sich zeigen. Oder es ist einfach ein stiller Ruf nach der Freiheit vor dem Lockdown, eine Erinnerung an bessere Zeiten, eine Tasse Freiheit.

 

 
Foto: Timo Storjohann
 

 
Redaktion

 

 
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