Sprache ist Leben

 
Babel im Ohr

Ein Dokumentarfilm
Arif ist 18. Vor zwei Jahren floh er vor Verfolgung und Gewalt aus Afghanistan nach Deutschland. Er vermisst seine Familie und die Zukunft ist ungewiss. Doch er kann schreiben und moderieren. So findet er in der internationalen Sendung „Babel FM“ von Radio Feierwerk in München eine Gemeinschaft und die Möglichkeit, sich in seiner neuen Heimat einzubringen und ein Teil von ihr zu werden.

Passwort: Babel im Ohr 18

Passwort: Babel im Ohr 18

Neben persönlichen Begegnungen haben vor allem die Medien Einfluss darauf, wie Menschen mit Migrationshintergrund wahrgenommen werden. Doch in Redaktionen sind sie unterrepräsentiert. Schätzungen zufolge arbeiten weniger als fünf Prozent Journalistinnen und Journalisten mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Radio Feierwerk aus München ist da eine Ausnahme: Die Mehrheit der Autoren und Reporter hat eine Migrationsgeschichte. Wir haben in der Redaktion der Sendung "Babel FM" gedreht. Dabei konnten wir spüren, wie wertvoll die Vielfalt für die deutschen Medien ist.

Jeden ersten Freitag im Monat bringt der Sender aus dem Münchener Studio von 21:00 bis 24:00 Uhr einen Mix aus Beiträgen und Musik. Das Besondere: Die Beiträge werden ehrenamtlich von und für Migranten aufbereitet und handeln von verschiedenen Themen. Die Musik stammt natürlich auch aus der gesamten Welt. Dabei wird das Hauptprogramm in den ersten beiden Stunden zweisprachig geführt: neben Deutsch auch auf Paschtu, einer Nationalsprache Afghanistans. Abgerundet wird die letzte Stunde mit einem Musik-Mix von DJ Keith aus Uganda. Der Name der Sendung lehnt sich an die babylonische Sprachverwirrung an, wie sie die Turmbauer zu Babel erlebten.

Der Dokumentarfilm „Babel im Ohr“ begleitet den Co-Moderator Arif aus Afghanistan und erzählt seine Geschichte. Wir zeigen Euch, wie und warum die Multi-Kulti-Sendung von Radio Feierwerk entstanden ist, warum für Arif Sprache = Leben bedeutet und wie sie alle Redaktionsmitglieder verbindet.

 

 
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Arif und Thomas im Studio von Radio Feierwerk, Foto: Lisa Lambertz
 

 
Redaktion

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