Carsharing an der UniBw (Symbolbild) - Foto: Julian Schweigert
 
Ein Überblick über die Anbieter im Raum München

 
Carsharing

Sinnvolle Alternative zum eigenen Fahrzeug?
Ein Auto steht durchschnittlich zwischen 20 und 23 Stunden am Tag, und verursacht dabei enorme Kosten. Hier haben die Anbieter von Carsharing einen Trend erkannt. Hohe Flexibilität grenzt sie zusätzlich von herkömmlichen, öffentlichen Verkehrsmitteln ab. Doch lohnen sich diese Angebote auch wirklich und wie unterscheiden sie sich voneinander?

Der ADAC gibt die monatlichen Kosten eines eigenen Fahrzeugs mit 350 Euro für einen Kleinwagen und bis zu 1500 Euro für einen Oberklassewagen an. Natürlich variiert diese Zahl je nach Modell, Laufleistung und dem Fahrzeugwert stark - dennoch nimmt man relativ viel Geld für einen Gegenstand in die Hand, der den größten Teil des Tages gar nicht in Benutzung ist. Carsharing ist inzwischen in aller Munde und vielleicht eine kostengünstige Alternative für uns ständig pendelnde Soldaten. Deshalb haben wir für Euch die relevanten Carsharing Anbieter im Raum München einmal genauer unter die Lupe genommen.

Durch das „kostenlose Bahnfahren für Soldaten“ und die Möglichkeiten, die das Carsharing bietet, gilt wie in vielen Großstädten und deren Einzugsgebiet, also auch in Neubiberg: Ein eigenes Auto zu besitzen ist nicht unbedingt notwendig. Vor allem die Unterhaltskosten sind unverhältnismäßig hoch, zumal die gute Erreichbarkeit der öffentlichen Verkehrsmittel und ihre Alternativen eine ordentliche und günstige Anbindung ans öffentliche Leben bieten. Zum Beispiel hat der Anbieter Share Now, die vorhandenen Busstationen rund um die Universität um extra Parkzonen für Carsharing Fahrzeuge ergänzt. Sie erstrecken sich über die gesamte Länge der Lilienthalstraße. Auch Anbieter wie Bw Carsharing und Sixt Share stehen meist in unmittelbarer Nähe der Uni zur Verfügung.

Da Carsharing größtenteils über Apps genutzt wird, ist der Zugang zu den Fahrzeugen sehr einfach: App öffnen, Fahrzeug reservieren oder direkt mieten und das Handy als Schlüssel nutzen. Durch die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Nutzung der Fahrzeuge, entsteht hier ein enormes Sparpotential und eine nachhaltige Alternative für jene, die nur ab und zu die Vorteile eines Autos nutzen wollen oder müssen. Sei es an der Uni oder Zuhause, gerade für uns Soldaten als Pendler, wird so die Nutzung von zwei Autos an zwei Standorten ermöglicht. Natürlich ist es verständlich, dass jemand, der weite Strecken in die Heimat fährt, sein eigenes Auto bevorzugt oder aufgrund der dort vorherrschenden, manchmal ländlichen Infrastruktur sogar benötigt. Für alle Interessierten, die selbst gemerkt haben, dass ihr eigenes Auto zu oft nur nutzlos herumsteht, haben wir hier die verschiedenen Anbieter und Kosten graphisch dargestellt:

 

INFO: Die Nutzung eines privaten KFZ lohnt sich nur bei regelmäßigem Gebrauch und Fahrten von längeren Strecken. Um dies zu verdeutlichen haben wir die 3 relevanten Anbieter aus dem Raum München mit Besitz eines eigenen KFZ verglichen. Die Kosten der Carsharing-Anbieter kalkulierten sich aus:
Preis pro min, KFZ immer auf aus dem mittleren Sektor (vergl. mit BMW 1er), tägliche Nutzung von 45min (bspw. Einkaufen etc.). Die Kosten für das eigene KFZ (angenommene Haltedauer: 5 Jahre) wurden mit Hilfe des ADAC berechnet (Service, Tanken, Steuer, Verschleiß, Wertverlust, jährliche Fahrleistung etc. mit einbezogen).

Carsharing im Zeitalter von Covid-19

Die Sorge einer Infektion mit Covid-19 in der momentanen Pandemielage durchdringt unsere Bevölkerung. Der „Bundesverband für Carsharing“ befragte Experten und stufte das Infektionsrisiko durch das Nutzen von Carsharing als sehr gering ein.


Neben der Durchführung des normalen Fahrzeug-Services desinfizieren die Anbieter alle Oberflächen im Auto -  wenn möglich. Deshalb sind auch die Fahrzeugmieter dazu angehalten, die allgemein geltenden Hygieneregeln zu beachten. Um das Risiko weiter zu reduzieren, wird vom „Bundesverband für Carsharing“ empfohlen, das Fahrzeug vor der Abfahrt kurz zu lüften und das Fahrzeug nur alleine bzw. mit gut bekannten Personen, bei denen das Infektionsrisiko gut einschätzbar ist, zu nutzen.

 

Die nachfolgende Grafik zeigt Euch hierzu die wichtigsten Fakten:

Natürlich bringt ein eigenes Auto auch eine gewisse Emotionalität mit sich oder ist für manch einen gar ein Hobby. Für all diejenigen, die ein Auto aber nur als Gebrauchsgegenstand sehen um schnell und flexibel von A nach B zu kommen, ist das das Carsharing-Angebot möglicherweise eine gute, Geldbeutel schonende Alternative.

 

Tarifübersicht der Anbieter rund um die UniBw

 

 

 

 

 

 
Redaktion

 

 
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