Zu sehen sind drei Schilder, welche auf den Eingang der Agentur für Arbeit München weisen.Die Bundesagentur für Arbeit in München ist eine Anlaufstelle für arbeitslose und arbeitssuchende Münchner. / Foto: Manuel von Knoblauch
 
München:

 
Die Konstante des bayerischen Arbeitsmarktes?

Genauso gegenwärtig wie eine Sicherheitsüberprüfung des G36, sind die Auswirkungen der Pandemie auf den Münchener Arbeitsmarkt. Die große Konstante in der bayerischen Wirtschaft bleibt nicht von dem Virus verschont.

Die Arbeitslosenzahlen der Stadt München sind bis zum Sommer um über 18.000 Stellen gestiegen. Gleichzeitig haben sich bis August 2020 fast 9.000 Personen in der Landeshauptstadt mit COVID-19 infiziert. Wie aber haben eigentlich die Landkreise rund um München mit ihren teilweise ländlichen Strukturen auf diese Extremsituation reagiert?

 

Innerhalb eines Jahres ist die Zahl an Infizierten auf über 11.000 Personen angestiegen. Auch der Arbeitsmarkt blieb von den damit verbundenen Auswirkungen nicht verschont. Bis zum Sommer haben sich mehr als 2.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Ende Dezember lag laut Agentur für Arbeit die Arbeitslosenquote bei 3,1 Prozent und stieg damit um fast ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr an.

Das Zauberwort für die Vermeidung eines explosiven Anstiegs der Arbeitslosenquote lautet Kurzarbeit. Anfang 2020 gab es im Landkreis knapp 400 Kurzarbeiter, bereits mit dem ersten Lockdown raste die Zahl im April 2020 auf knapp 35.000 Beschäftigte. In der gesamten Region Münchens haben nach Aussage der Agentur für Arbeit fast 260.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld bezogen.

 

Die Arbeitsmarktsituation in der Stadt München hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Arbeitslosenquote des Umlands. Über 200.000 Arbeitnehmer pendeln tagtäglich in die Landeshauptstadt. Durch die schwierige Situation fielen für viele Beschäftigte die Jobs weg. Berufstätige Pendler freuen sich: Sie stehen 2020 laut der Deutschen Presseagentur fast eine Stunde kürzer im Stau.

 

Alle sieben dargestellten Landkreise haben aufgrund der Saisonarbeit und des Baugewerbes einen leichten Rückgang an Arbeitslosen im Januar 2019 zu verzeichnen. Während der Pandemie und vor allem während des Lockdowns stiegen die Zahlen der Beschäftigten ohne Arbeit an. Ende letzten Jahres sanken die Zahlen durch die vereinzelten Lockerungen der Bundesregierung leicht, aber auch durch Neubeschäftigungen.

Insgesamt bleibt die Lage des Arbeitsmarktes im Hinblick auf die saisonale Umstellung und mögliche Corona-Wellen angespannt. Auch die Zahlung des Kurzarbeitergelds kann nur bedingt helfen, denn dieses wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit durch Unternehmen im Regelfall für höchstens zwölf Monate gezahlt.

 

 
 

 
Redaktion

 

 
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