Residenztheater

 
"Die Räuber" - Friedrich Schiller

Friedrich Schillers Werke kennt jeder aus dem Schulunterricht. Wer Lust auf experimentelles Theater hat, sollte sich Ulrich Rasches Inszenierung des Dramas "Die Räuber" nicht entgehen lassen.

Im Zentrum des Stückes „Die Räuber“ steht der Kampf der ungleichen Brüder Franz und Karl um die Gunst ihres Vaters, des Grafen von Moor, und die Liebe einer Frau. Mit Intrigen und Lügen gelingt es Franz, Bruder wie Vater zu täuschen und die Macht als neuer Graf an sich zu reißen. Daraufhin gründet Karl eine Räuberbande, um sich ihm zu widersetzen. Im Zuge der brüderlichen Rivalität verlieren sich beide in Gewalt, Unrecht und der Frage des Verhältnisses zwischen Gesetz und Freiheit.

Der Regisseur Ulrich Rasche inszeniert den deutschen Klassiker im Münchner Residenztheater eindrucksvoll als „Mensch-Maschinen-Musik-Theater“. Dabei arbeitet er mit einem ganz besonderen Bühnenaufbau: Die Darsteller spielen auf überlebensgroßen, beweglichen Laufbändern, marschieren im Gleichtakt und vollziehen sich wiederholende Bewegungen. Auch der Chor befindet sich direkt auf der Bühne. Durch diese Rhythmisierung versucht Rasche, die Abweichungen zwischen den Figuren und Eigenheiten des Einzelnen stärker hervortreten zu lassen; die Spannungen zwischen dem Individuum und gesellschaftlichen Ordnungssystemen, ein zentrales Thema des Dramas, tritt durch die einzigartige Inszenierung des Chors in den Vordergrund. Der Zuschauer soll das Geschehen aus der Vogelperspektive verfolgen können.

Wer das Stück sehen möchte, das der Wiener Bühnenverein als „beste deutschsprachige Aufführung“ und das Berliner Theatertreffen als eine der „zehn bemerkenswertesten Inszenierungen“ des Jahres 2016 auszeichneten, hat noch bis spätestens Juli 2019 Zeit. Die nächsten Vorstellungen finden am Samstag, 09. Juni um 19:30 Uhr und am Sonntag, 10. Juni um 15:00 Uhr statt. Weitere Termine gibt es im Juli, mehr Informationen dazu sind auf der Website des Residenztheaters zu finden. Die Aufführung dauert drei Stunden und 15 Minuten inklusive einer 25-minütigen Pause.

Die Karten kosten je nach Kategorie 20 bis 54 Euro und können online, telefonisch (089/2185 1940), an der Tageskasse am Marstallplatz 5 (Montag bis Samstag, 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr) oder an der Abendkasse im Residenztheater erworben werden. Für Studenten unter 30 Jahren gibt es gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises ermäßigte Tickets für nur 8 Euro, die Kategorie richtet sich nach der Verfügbarkeit.

Eintrittskarten berechtigen am Tag der Vorstellung ab 15:00 Uhr (Samstag) beziehungsweise 12:00 Uhr (Sonntag) zur Hin- und Rückfahrt zum Theater mit allen MVV-Verkehrsmitteln im gesamten Netz: S-Bahn: Haltestelle Marienplatz (alle Linien); U-Bahn: Haltestelle Marienplatz (U3/U6) oder Odeonsplatz (U3/U6 und U4/U5); Tram: Haltestelle Nationaltheater (Tram 19).

Von allen Haltestellen sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Eingang am Max-Joseph-Platz.

Wer lieber mit dem Auto fährt, hat die Möglichkeit, in der Operngarage in direkter Nähe zum Theater für die Dauer der Vorstellung für circa 14,50 Euro zu parken.

Ulrich Rasches gewaltige Chor-Inszenierung mit 19 Darstellern und sieben Live-Musikern. Foto: Thomas Dashuber
Ulrich Rasches gewaltige Chor-Inszenierung mit 19 Darstellern und sieben Live-Musikern. Foto: Thomas Dashuber
Datum: 
Sa, 09.06.2018 19:30 bis So, 10.06.2018 15:00
Ort: 
Residenztheater, Max-Joseph-Platz 1, 80539 München
 

 
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