Falschparken rund um die Uni

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Parken an der Universität der Bundeswehr und Umgebung – bis zur Schließung des Ostparkplatzes im August 2019 für Umbaumaßnahmen zu Wohnungs- und Parkgebäuden kein großes Problem. Seitdem herrscht Parkplatzmangel auf dem Gelände der Universität.

Viele Studierende und Mitarbeiter weichen auf Parkflächen außerhalb des Campus aus. Diese Parkflächen seien jedoch für die Anwohner als Ergänzung zu den bereits vorhandenen Tiefgaragen der Wohngebäude eingeplant, erläutert Christian Einzmann aus dem Bauamt der Gemeinde Neubiberg.

Um der momentanen Situation auf den Grund zu gehen, sind in der folgenden Grafik die Parkdelikte in den drei unmittelbar um die Universität verlaufenden Straßen, die Bamerstraße, die Lilienthalstraße und die Zwergerstraße zusammengefasst dargestellt. Die Rote Kurve stellt die Gesamtzahl der Parkverstöße für jeden Monat des Jahres 2019 für die drei Straßen als Prozente zusammengefasst dar. Als Vergleichsstraße dient die Professor-Messerschmidt-Straße mit diversen ansässigen Betrieben innerhalb Neubiberg. Wichtig ist der rot markierte Bereich, in dem die Verstöße um die Universität stark zunehmen:

 

 

Während im Juli beide Umgebungen durch Schulferien, Urlaube und vorlesungsfreie Zeit ihr Tief erreichen, steigen die Parkdelikte um die Universität bis Oktober stärker an. Das kommt nicht durch Zufall, denn gegen Ende September beginnt an der Universität die Einschleusungswoche. Hunderte angehende Studierende suchen einen Parkplatz und die Parkflächen werden umso heißer umkämpft, da weichen auch viele fortgeschrittene Studierende auf Flächen außerhalb der Universität aus, nicht allen gelingt das ohne Missgeschick. Genaue Zahlen, was wann und in welcher Straße geschah, lassen sich in der folgenden Grafik schnell abrufen:

 

Auch viele Mitarbeiter finden oft einfach keinen Platz mehr, ganz im Gegensatz zu den ruhigen Sommermonaten, wo viele Studierende ihre vorlesungsfreie Zeit fernab der Universität verbringen.

Warum diese saisonalen Parksünden in anderen Gebieten, wie bei der Professor-Messerschmidt-Straße, nicht so stark vertreten sind, darüber klärt Christian Einzmann von der Gemeinde Neuberg:

 

 


Die vorlesungsfreie Zeit sorgt zusammen mit der momentanen Parkplatzknappheit innerhalb des Geländes tatsächlich für einen Sonderfall, der saisonal die Verstöße in der Umgebung stark erhöht. Auch die Anwohner bekommen dies zu spüren. Die Universität handelt bereits, um unter anderem auch im Interesse der Anwohner die Situation dauerhaft zu entspannen: Auf dem zurzeit gesperrten Ostparkplatz werden Parkhäuser gebaut und kurzfristig wurde eine Fläche innerhalb des Geländes abgesteckt, die als Ersatzparkplatz dient.

Wie man die Situation kurz- und langfristig noch weiter verbessern kann und sogar noch die Umwelt schont, zeigt Christian Einzmann im abschließenden Audioclip auf. Neubiberg hat nämlich den Vorteil, bei Carsharing und auch Bikesharing gut ausgebaut zu sein.

 

 

 
Christian_Einzmann.mp3 (audio)
Carsharing.mp3 (audio)
 
Parken rund um die Uni - leider oft verboten / Foto: Onken
 

 
Redaktion

 

 
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