Max trainiert in seinem Home Gym Foto: Paul Schrader
 

 
Homegyms in der Coronakrise – Fitness im Wandel

Die Coronakrise stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen, insbesondere den Teil, der sich in seiner Freizeit gerne im Fitnessstudio ins Schwitzen bringt. Doch durch die Verordnungen der Länder zur Coronapandemie sind nun alle Fitnessstudios bis auf unbestimmte Zeit geschlossen. Zwar gibt es Alternativen, sogenannte Outdoor-Gyms oder „Full Body Circuits“ von namhaften Influencern, wer jedoch seine Freiheit ohne Abstriche behalten möchte muss sich mit einer Anschaffung von eigenen Trainingsgeräten anfreunden.

Dies spielt in die Karten der Hersteller von solchen Geräten, so ist im Jahr 2020 der Umsatz von Verkäufern von Sportartikeln stark angestiegen. Man könnte sie sogar als „Gewinner“ der Krise bezeichnen, wobei sie sich mit Auskünften über Ihre Gewinne und Ihr Wachstum sehr bedeckt halten. In München sind nicht wenige Anbieter dieser Branche vertreten, somit lässt sich auch ein regionales Wachstum vermuten.

 

Im Umkehrschluss dazu verringern sich die Mitgliederzahlen in Fitnessstudios, diese nehmen stark ab. 

 

Auf einen Besuch im Fitnessstudio verzichtet auch Max Fürst, ein sportlicher junger Soldat, der sein Studium in Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München 2020 anfing. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums ist er beim Nachschub des Heeres eingeplant. Auch ihn hat die Corona-Krise getroffen, da er nicht mehr wie gewohnt ins Fitnessstudio gehen kann. Darjoush Krapburki (Management und Medien 2019) hat sich mit Max über den Sport und sein jetziges Training unterhalten.

Max fing vor ungefähr drei Jahren mit dem Sport an. Inspiration erhielt er durch Youtube-Videos von „Inscope“ und durch seine erste eigene Hantel. Zu Beginn trainierte er noch recht planlos, doch zunehmend fand er die Struktur. Er ging jeden Tag ins Fitnessstudio, um eine gewisse Routine zu bekommen. An der Offizierschule des Heeres in Dresden hatte er dann einen richtigen Plan und eine gute Struktur. An der Universität der Bundeswehr in München konnte das interne Fitnessstudio noch eine Weile geöffnet bleiben. Nach Aussage von Max wurde sich gut an die dort geltenden Hygienevorschriften gehalten, jedoch war ein Besuch immer mit langen Wartezeiten verbunden. Auch wenn die Möglichkeit besteht, das Training nach draußen zu verlegen hat Max Spaß daran, seine eigene Trainingswelt weiter aufzubauen. Viele Trainingsgeräte hatte Max schon selbst besessen oder sich mit Materialien vom Schrottplatz gebastelt. Die Idee eines eigenen kleinen „Homegyms“ existierte schon vor Corona, da es bei Max in Brandenburg kein richtiges Fitnessstudio gab. So wie viele andere trainierte Max bei sich in der Garage und erweiterte sein „Garagengym“ zunehmend.

 

Foto: Paul Schrader

Seine Einstellung zum Training, während der Coronakrise hat sich dahingehend entwickelt, dass Max auch nach dieser Krise weiter an seinem „Homegym“ festhalten will, obwohl Mitglied in einem bekannten Fitnessstudio ist. Max hat sich aufgrund der Corona-Krise seinen Traum vom eigenen „Homegym“ erfüllt und sieht es als Chance sich richtig fit zu machen, um auch später in der Truppe gut perfomen zu können.

 

 

 

 

 
Redaktion

 

 
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