VALERIE MÜLLER ZU GAST AN DER UNIBW IN MÜNCHEN

 
Journalistische Arbeit mit Snapchat und Instagram

Vortrag am 13. Juni 2017 um 11.30 Uhr im Hörsaal 33/1131
Spiegel Online, Bild und Sky Sport tun es seit einigen Wochen: Sie nutzen Snapchat als journalistische Plattform. Doch ist Snapchat nicht der Messenger mit Hundefiltern? Und auf Instagram werden nur Bilder vom Mittagessen mit zahlreichen Hashtags gepostet? Wie können sich die beiden Tools überhaupt für qualitativen Journalismus anbieten? Valerie Müller ist Social-Media-Redakteurin bei jetzt, dem Jugend-Magazin der Süddeutschen Zeitung Digitale Medien GmbH. Müller befasst sich seit Jahren mit der journalistischen Nutzung von Social-Media-Kanälen. In dem Gastvortrag präsentiert sie ihre Erfahrungen bei der Arbeit mit Snapchat und Instagram.

Heute "in" - morgen "out"?

In unserer Gesellschaft wird beinahe alles schnelllebiger, die Dichte an Informationen nimmt zu. Es findet mehr Kommunikation statt, aber eigentlich wird immer weniger kommuniziert – die Aufmerksamkeit ist zu einem knappen Gut geworden. Um Aufmerksamkeit zu erzielen, müssen Journalisten experimentierfreudig sein - insbesondere bei der journalistischen Arbeit mit Social Media. Das Beispiel Snapchat zeigt, dass ein Format heute noch großen Anklang finden kann, morgen aber bereits veraltet ist. Ständig werden neue Funktionen eingebaut, die die Arbeit mit dem Medium grundlegend verändern - und mit denen man wieder bei Null anfängt. Natürlich werden die eigenen Angebote mit der Konkurrenz verglichen und analysiert. Für die Medien bietet diese Entwicklung die Chance speziell die junge Zielgruppe zu erreichen und für sich zu gewinnen. Ein Beispiel dafür ist das Online-Magazin jetzt der Süddeutschen Zeitung.

Was? Vortrag
Thema? „Die journalistische Arbeit mit Snapchat und Instagram – das Beispiel jetzt“
Wer? Valerie Müller, Redakteurin jetzt (Social Media)
Wann? 13. Juni 2017, 11.30 Uhr Wo? Gebäude 33, Raum 1131
Wer kann teilnehmen? Jeder

Akku leer – was nun?

So einige werden es kennen: Auf einem Konzert oder Festival wird für die Erinnerung nahezu alles fotografiert oder gefilmt. Doch auch der beste Handyakku schafft selten einen kompletten Tag zu überstehen und Steckdosen sind meist Mangelware. Solche Probleme musste Valerie Müller auch schon durchstehen. Auf dem Puls Open Air war sie für die Berichterstattung via Snapchat eingesetzt. Neben Akkuproblemen hatte Müller auch mit der Internetverbindung zu kämpfen. Nur einen (langsamen) WLAN-Spot und kein mobiles Internet führte zum Pendellauf zwischen den Bühnen, dem WLAN-Spot und einer Steckdose. „Das hatte ich mir vorher ein bisschen anders vorgestellt“, schmunzelt sie im Nachhinein.

Die journalistische Nutzung von Snapchat birgt noch weitere Probleme. Deshalb hat sich die Redaktion von jetzt inzwischen dazu entschlossen, Snapchat nicht mehr zu nutzen. Dafür wollen sie sich verstärkt auf Instagram fokussieren.

Zur Person

Bevor Valerie Müller als Redakteurin bei jetzt.de angefangen hat, studierte sie zunächst an der Universität Leipzig (Kommunkations- und Medienwissenschaft) und an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Journalistik mit Schwerpunkt Innovation und Management). Während ihres Masterstudiums hat sie eine Projektarbeit mit dem Thema Snapchat so fasziniert und begeistert, dass Valerie Müller ihre Abschlussarbeit darüber geschrieben hat.

Der Vortrag

Ihre Erkenntnisse und persönlichen Erfahrungen wird Valerie Müller am Dienstag, 13. Juni 2017, an der UniBw in München präsentieren. Im Hörsaal 33/1131 wird die Social-Media-Redakteurin ab 11.30 Uhr referieren. Der Gastvortrag findet im Journalistischen Kolloquium des Masterkurses "Management und Medien" mit dem Schwerpunkt Journalistik statt. 

 
Valerie Müller, Social-Media-Redakteurin bei jetzt (Foto: privat)Valerie Müller, Social-Media-Redakteurin bei jetzt (Foto: privat)
 

 
Redaktion

 

 
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