Max Mannheimer

Die Hölle hat er gesehen und das schlimmste, was einem Menschen passieren kann, überlebt. Nun ist Max Mannheimer im Alter von 96 Jahren am 23. September 2016 verstorben.

Haar, ein kleines Örtchen im Landkreis München - hier lebte einer der Wenigen, die noch berichten konnten und wollten. Über eine Zeit, die bis heute unser Land und unsere Gesellschaft prägt: Judenverfolgung, Konzentrationslager, Ghettos. Ihrer Persönlichkeit beraubt, wurden Juden nicht mehr als Menschen angesehen.

Darunter ein tschechischer Kaufmann mit Namen Max Mannheimer: In nur zwei Jahren erfuhr dieser Mann, was die wenigsten überlebten. Nach Flucht und Deportation folgten Gefangenschaft und schwerste Arbeit bis hin zur Misshandlung. Mehrfach wurde er transportiert, weitergereicht. Krankheiten, Verwundungen, Traumata waren die Folge. Etliche Male bangte er um seine Familie. Er erfuhr die Qualen, Erniedrigungen und Ängste zur Zeit des Holocaust. Nur er und sein jüngerer Bruder überlebten den Nationalsozialismus. Den Rest seiner Familie hat Max Mannheimer nie wieder gesehen.

Im Herbst 2015 sitzt der 95-jährige aufrecht vor uns und erzählt fesselnd von seinem Schicksal. Unsere zeitgeschichtliche Dokumentation ist gesplittet in Teil 1 und Teil 2. Max Mannheimer erzählt persönlich von seinen Erinnerungen an die schlimmste Zeit in seinem Leben.

Zusätzlich haben wir mit der Ordenschwester Elija Boßler des Ordens "Karmel Heilig Blut" Dachau gesprochen. Als gute Freundin von Max Mannheimer erzählt sie von ihrer Freundschaft zu Max Mannheimer und gibt uns eine Vorstellung von dem Menschen Max Mannheimer - nicht nur als wichtigem Zeitzeugen unserer Geschichte, sondern als Mensch und Freund im Hier und Jetzt.

 
Teil 1 Max Mannheimer (video)
Teil 2 Max Mannheimer (video)
Kommentar Schwester Elija (audio)
 
 

 
Redaktion

 

 
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