Neubiberg und die Bundeswehr

Was halten die Bewohner der Gemeinde von ihrem Nachbarn in grün?
Rund 3.500 Soldaten studieren aktuell an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg. Für die Zeit des Studiums wohnen sie am Campus und verbringen somit die meiste Zeit in dieser kleinen Gemeinde, die lediglich 14.000 Einwohner zählt. Doch wie fühlen sich die Neubiberger Bürger dabei, dauerhaft von Soldaten umgeben zu sein? Was halten sie von der Universität oder der Bundeswehr allgemein? 

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns unters Volk gemischt und knapp 100 Neubiberger nach ihrer Meinung gefragt. Einige Bürger haben sich sogar vor die Kamera getraut, um uns ihre Meinung zu sagen.

 

 

Mit unseren Fragen haben wir uns dabei an einem Projekt des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr – kurz und prägnant ZMSBw – orientiert. In dieser Bevölkerungsumfrage von 2019 wurde unter anderem das gesellschaftliche Bild der Bundeswehr in der gesamten Bundesrepublik dargestellt, welches sich gut mit unseren Ergebnissen vergleichen lässt. Und diese Ergebnisse können sich sehen lassen.

 

 

Die persönliche Einstellung zu Bundeswehr ist bei überwältigenden 90 Prozent der Neubiberger positiv, während dieser Wert in der gesamtdeutschen Umfrage bei nur 76 Prozent liegt. Ebenso wird die Wichtigkeit der deutschen Streitkräfte von den Bewohnern der Gemeinde deutlich höher eingeschätzt als im Rest der Bundesrepublik, wo nur 71 Prozent ihr Häkchen bei „Sehr wichtig“ oder „Eher wichtig“ setzten.

 

 

Aber auch charakterlich können Soldaten in Neubiberg punkten. Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Kameradschaft überwiegen sehr deutlich im Vergleich zu Gefühlen wie Zweifel oder Abneigung. Zusätzlich beurteilen die Einwohner Neubibergs auch unser Auftreten in der Öffentlichkeit fast durchweg positiv, lediglich einer der Befragten berichtet hierbei Negatives.

 

 

Des Weiteren wird die Bundeswehr in der Gemeinde hoch geschätzt. Uns gegenüber geben 35 Prozent der Neubiberger an, ein hohes Ansehen den Streitkräften über zu haben – im Vergleich zu nur 17 Prozent in der Umfrage des ZMSBw.

 

 

Abschließend überzeugte uns auch die Zustimmung zu einigen Aussagen von der positiven Einstellung der Bürger gegenüber der Bundeswehr. So sehen es beispielsweise ganze 96 Prozent der Befragten als ganz normal an, dass die Bundesrepublik eigene Streitkräfte hat, während 95 Prozent sich dem Statement anschließen, dass wir die zentralen Werte unserer Gesellschaft verkörpern.

 

 

Schlechter steht es hingegen -  nach Meinung der Neubiberger -  um die Einbindung der Bundeswehr in die Gesellschaft. Unsere Vergleichsumfrage bestätigt, dass nur rund 50 Prozent diese Einbindung als positiv beurteilten. Viele der von uns befragten Bürger haben während unserer Arbeit auch erkennen lassen, dass sie sich über eine stärkere Teilnahme der Soldatinnen und Soldaten im Gemeindeleben freuen würden. Gerade in der Feuerwehr sind wir zwar schon zahlreich vertreten, aber auch politisch oder in Sportvereinen wären wir sehr willkommen.

 

 

Im Vergleich dazu mussten sich fast alle Neubiberger eingestehen, dass sie sich nur wenig mit der Bundeswehr oder der Universität auseinandergesetzt haben. Geständnisse wie: „Da weiß ich gar nichts drüber“ bekamen wir häufiger zu hören. Doch einige wussten uns doch etwas zu berichten -  was genau, das seht ihr in unserem Video.

 
Was die Neubiberger zu Bundeswehr und Uni zu sagen haben.
 
 

 
Redaktion

 

 
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