Campus-Umfrage

 
Rückkehr in die Präsenz?

Durch die Corona-Pandemie kam auch das Leben auf dem UniBw-Campus zum Stillstand. Vorlesungen und Veranstaltungen wurden fast ausschließlich online abgehalten. Mit kleinen Schritten und jeder Menge Maßnahmen wagte man im Oktober schließlich wieder den Gang in die Präsenz. Die Studierenden des neuen Jahrgangs Management & Medien haben sich auf dem Campus umgehört und sich erkundigt, welche Vor- und Nachteile sich aus der Situation ergeben haben..

Präsenz- vor Onlineunterricht

 

David Lorenz, 19, Student Human Ressources Management

Von Kevin Weinberger

"Ob Online oder Präsenz besser ist, kann ich so pauschal nicht sagen. Ich finde, dass das sehr vom jeweiligen Professor abhängt. Ich selbst bevorzuge jedoch Präsenzunterricht, da dort die Fragen besser beantwortet werden können und auch die Interaktion zum Professor deutlich besser ist. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich in den Online-Lehrveranstaltungen nichts lerne. In manchen Modulen beziehungsweise bei manchen Themen, kann dieser sehr praktisch sein. Besonders mit den aktuell geltenden Corona-Regeln. Speziell im Modul Wirtschaftsmathematik kann ich in online deutlich besser mitarbeiten, da der Professor auch hier sehr gut auf die Studenten eingeht. Außerdem kann man ihn besser verstehen, weil er keine Maske tragen muss."

 

Endlich wieder Präsenz

 

Urs Plawky 20, Student Luft- & Raumfahrttechnik

Von Lara Franz

„An unserem Campus hat man viele Möglichkeiten. Seien es das Uni-Restaurant, die Unibar oder die vielen verschiedenen Sport-Angebote. Da ist für jeden was dabei. Umso ärgerlicher war es, als aufgrund des Coronavirus so gut wie jeder sozialer Kontakt verboten wurde. Sport durfte nur noch draußen gemacht werden und man durfte nicht mehr gemeinsam feiern. Deswegen war die Freude umso größer als wir in wieder in Präsenz in das Herbsttrimester starten konnten. So kann man sich viel besser auf das Studium konzentrieren. Der Lerneffekt ist größer, Ablenkungen werden minimiert und gleichzeitig wird das Wir-Gefühl gestärkt. Man kann zusammen lernen und sich gegenseitig unterstützen. Mich spornt dabei vor allem das Zusammensein mit meinen Kameraden an. Das motiviert mich viel mehr, als den ganzen Tag nur mit mir allein beschäftigt zu sein.“

 

„Lieber Online als Präsenzlehre um jeden Preis“

 

Nicolas Wolf,24, Wirtschafts- und Organisationswissenschaften

Von Andreas Geyer

„Als Masterstudent im 18er Jahrgang war ich schon an der Uni bevor durch Corona alles eingeschränkt werden musste. Auf die Rückkehr zum Präsenzbetrieb habe ich mich natürlich dementsprechend gefreut. Es war ja auch außerhalb des Vorlesungssaals wieder vieles möglich. Die Sportstätten am Campus durften wieder genutzt werden, Lerngruppen konnten sich wieder treffen und den Kontakt zu Kameraden, insbesondere aus anderen Häusern, habe ich auch wieder aufleben lassen können. Der Sommer war wirklich gut. Die anfängliche Hoffnung, dass das im ganzen Herbsttrimester so beibehalten werden kann, habe ich inzwischen aber nicht mehr. Die Onlinelehre hatte allerdings den Vorteil, dass man auf hochgeladene Vorlesungsvideos beliebig oft zugreifen konnte. Das hat mir die Prüfungsvorbereitung teilweise erleichtert. Mit Blick auf das derzeitige Pandemiegeschehen würde ich diese Form der Onlinevorlesungen den zunehmend eingeschränkten Präsenzveranstaltungen sogar vorziehen. Auch weil es manche Leute leider immer noch nicht schaffen ihre Maske richtig aufzusetzen.“

 

„Onlinelehre isoliert meiner Meinung nach sehr“

 

Angelina Bayer, 20, Mathematical Engineering

Von Michelle Leupold

„Nach der Rückkehr in die Präsenz wird es, denke ich, wieder möglich sein, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Und das hoffentlich auch ohne Angst vor der nächsten Corona-Welle. In meinen Augen wird es wohl zu Anfang etwas holprig ablaufen, da wir alle den Präsenzunterricht nicht mehr so gewohnt sind, aber ich glaube, dass wir uns schnell wiederfinden und sortieren. Außerdem werden wieder mehr Personen sicherer durch das Studium kommen, weil man sich in Präsenz einfach besser konzentrieren kann. Ich präferiere diese Art der Vorlesung, da man noch regelmäßig im Kontakt mit den Kameraden ist und dadurch mehr soziale Kontakte pflegt. Onlinelehre isoliert meiner Meinung nach sehr. Außerdem kann der Dozent in Präsenz sein Tempo besser an die Studierenden anpassen, da es im Onlineunterricht oft untergeht, wenn jemand etwas nicht versteht und sich nicht traut zu fragen. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass Präsenzlehre den Fokus auf die Vorlesung besser setzt, denn man hat keine Ablenkung im Hörsaal. Zudem strengt das Starren auf den Bildschirm mehr an, als in der Vorlesung auf die Tafel oder den Beamer zu schauen.“

 


„Präsenzvorlesungen sind besser als Online-Vorlesungen“

 

Muiz Saygili, 20, Soldat und Student der Universität München in Staats- und Sozialwissenschaften

Von Michael Möller

„Vor diesem Studium habe ich mein „Corona-Abi“ online über Zoom gemacht. Hier an der Uni studiere ich Staats- und Sozialwissenschaften, da habe ich in VWL Hybridunterricht und dort ist es so, dass man einmal die Präsentation und dann noch den Professor sieht, wie der an der Tafel Dinge anschreibt. Es ist gut, dass man den Professor zeitgleich mit den Folien sieht, so versteht man den Stoff einfach besser und die Leute, die Fragen haben, können diese sofort stellen. Ich denke aber, das Hybrid-Unterricht nicht die Zukunft ist. Generell glaube ich, dass Präsenzvorlesungen besser sind als OnlinevorlesungenTrotzdem ist es mir lieber, anstatt drei Stunden irgendwo mit FFP2 Maske rumzusitzen, weil dann schnell die Konzentration weg ist. Wenn alles nur noch online stattfinden würde, würden viele vereinsame, auch wenn dort stundenlang die FFP2 Maske tragen muss. In Präsenz hat man mehr soziale Kontakte, wird nicht so schnell abgelenkt und passt einfach besser auf. Sofern das Infektionsgeschehen zurückgeht, sollte man wieder jede Vorlesung in Präsenz stattfinden lassen. Und wenn im Hörsaal jeder geimpf oder genesen ist, könnte man auch die Maskenpflicht abschaffen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.“

 


„Wieder gemeinsam zu laufen, war ein Highlight“

 

Robin Lonkai, Student Sportwissenschaften, Leiter des Laufteams an der UniBw

Von Alexander Ngyuen

Für Robin Lonkai, Sportwissenschafts-Student und Leiter des Laufteams an der Universität der Bundeswehr in München, hat die Online-Lehre auch ihre Vorteile: “Ich konnte selbstständig meinen Tag gestalten. Vor allem das Aufzeichnen von Vorlesungen bietet viele Möglichkeiten dem Alltag selbst zu organisieren.“ So habe er schon morgens Sport machen können und sich danach die Aufzeichnung der Lehrveranstaltung ansehen, sagt Lonkai. Trotz der Vorteile hätte die Online-Lehre aber auch viele Hürden gehabt. Insbesondere was die Ablenkung betrifft. “In der Online-Vorlesung kann man komplett in der Masse untergehen, es wird am Handy gespielt, ein Buch gelesen oder einfach auch nur die Vorlesung nebenbei laufengelassen“, sagt Robin. Was er besonders vermisst hat, war die Interaktion mit seinem Laufteam und das Anwerben neuer Mitglieder. Umso glücklicher war er, als es im Oktober endlich wieder in die Präsenz ging. Zwar hätte man die Zeit besser nutzen können, um die Tartanbahn zu reparieren oder neue Trainingsgeräte zu kaufen, die Freude über die Präsenz war dennoch groß: „Wieder gemeinsam zu laufen war ein Highlight!“

 
 

 
Redaktion

 

 
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