Raus aus der Kaserne, rein in den Verein

Sowohl in der Kaserne als auch in zivilen Vereinen - unsere Soldaten sind wahre Teamplayer
Ein fittes und abwechslungsreiches Leben an der Uni führen, ohne den Campus zu verlassen? An der Universität der Bundeswehr München kein Problem. Unser Sportförderverein bietet zahlreiche Sportkurse an. Es gibt eine Bigband, einen Chor und verschiedenste Arbeits- und Interessensgemeinschaften. Eigentlich ist für jeden etwas dabei. Und dennoch treten einige Studierende Vereinen abseits der UniBw bei, z.B. in Neubiberg. Wir von X-media campus wollten wissen warum. Mittels einer Online- Umfrage haben wir Euch gefragt, ob Ihr außerhalb des Campus in einem Verein aktiv seid und aus welchen Gründen. Die Ergebnisse zeigen wir Euch hier. Und in einem Interview- Zusammenschnitt berichten Euch Kameraden und Neubiberger Zivilisten über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit dem Thema.

Ungefähr vier Jahre studieren die Soldaten an der Uni in Neubiberg. Eine lange Zeit mit Lern- und Prüfungsdruck für jeden. Darum suchen viele Studierende den Ausgleich beim Fußball, Kampfsport, bei der Feuerwehr oder bei einem anderen Hobby, das auf dem Campus angeboten wird. Das bietet die Möglichkeit, seine Freizeit in einer Gruppe zu verbringen. Meistens kennt man die Teamkameraden bereits aus vorangegangenen Veranstaltungen. Gesprächsthemen und Anknüpfungspunkte gibt es genug, da findet man schnell Anschluss. Ein weiterer Pluspunkt? Man muss dafür nicht einmal das Gelände verlassen, denn die meisten Aktivitäten finden innerhalb des Zauns statt. Viele Kameraden nutzen die Angebote ausgiebig. Bis auf einige, die das gewohnte Terrain verlassen und Mitglied in einem Neubiberger Verein sind. Aber nun einmal genauer.

Mittels unserer Online- Umfrage „Welcher Verein ist deiner?“ wollten wir zunächst einmal von den rund 3500 Studierenden der Universität wissen, wer überhaupt Mitglied eines Vereins außerhalb der Universität ist. 90 Studierende haben bei der Umfrage mitgemacht. 75 gaben an, sich aktiv im Vereinsgeschehen in Neubiberg zu engagieren. Laut der Umfrage sind Hand- oder Fußball besonders beliebt. Die meisten Mitglieder aus der UniBw hat der Fußballverein FC- Biberg.

"Im Verein sind alle gleich."

Jan- Niklas Reinelt und Julius Moers (22) engagieren sich in der Freiwilligen Feuerwehr Unterbiberg. Gemeinsam mit den anderen Vereinsmitgliedern bestreiten sie diverse Übungen wie beispielsweise eine „Atemschutzübung“. Um die Aufgabe zu meistern, müssen alle Hand in Hand arbeiten, egal ob jemand Soldat ist oder nicht. Auch das ist etwas, was die beiden sichtlich begeistert. „Man knüpft neue Kontakte außerhalb der Kaserne, mit denen ich auch gerne mal gemeinsam meinen Sport mache oder abends mal feiern gehe“, berichtet Jan- Niklas. Und auch die anderen Vereinsmitglieder sind dankbar über die Soldaten, denn ohne die sei der Tagesdienst oftmals nicht zu besetzen, erzählt uns Sebastian Philip (20) aus Unterbiberg.

Auch das Sportangebot in Neubiberg nutzen Kommilitonen gerne. Johannes Klotz (25) ist vor kurzem der KSS Kampfsportschule Neubiberg beigetreten. Er besucht erst seit kurzem den Verein und das aus verschiedenen Gründen: „Der Boxsport an der Universität ist eher wettkampforientiert, mir ging es um die körperliche Fitness und den Spaß am Sport.“ Zudem wohne er seit einiger Zeit in Neubiberg und möchte aktiv an dem Ortsgeschehen teilnehmen.

Handballerin Jessica Wilms (22), Medien und Management- Studentin an der UniBw, hat auch einen Verein in Neubiberg gefunden. „Ich liebe es einfach als Team zu funktionieren. Egal ob im Beruf als Soldat oder als Mannschaft beim Handball. Bei uns im Verein sind einfach alle gleich.“ erzählt sie.

So denken die Neubiberger!

Wie reagieren die Neubiberger auf die Soldaten in ihren Vereinen? Hier sind sich alle einig, mit denen wir gesprochen haben. Die Reaktionen sind stets positiv. Torwart- und Athletik-Trainer des Handballvereins B-ONE Thomas Bette (32) freut sich zum Beispiel über die „bunte Mischung“ seiner Mannschaft. „Es ist gut, wenn viele verschiedene Menschen zusammenkommen. Somit freuen wir uns immer über Soldaten oder Soldatinnen aus Neubiberg. Sie bringen nicht nur gute sportliche Grundfertigkeiten mit, sie sind auch noch absolute Teamplayer.“

Grundsätzlich muss man die Universität kaum verlassen, da es Sportangebote und Kontaktmöglichkeiten zu anderen Kameraden im Überfluss gibt. Da dieser Standort für die meisten mehrere Jahre ein Zuhause ist, sollte man aber auch mal über den Zaun der Kaserne hinausschauen. In den verschiedenen Vereinen der Umgebung Neubiberg hält man sich nicht nur fit oder tut etwas für die Gemeinde, sondern schafft sich vielleicht sogar eine zweite Heimat. Deshalb raus aus der Komfortzone und rein ins Geschehen! Und wann traust Du Dich aus der Uni?

 

 
Welcher ist Euer Verein?
 
Ob Zivilist oder Soldat, in den Vereinen sind alle gleich, Bild: Julia Münz
 

 
Redaktion

 

 
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