Regel Nr. 1: Es gibt keine Ausreden – NIEMALS!

Die erste Regel, die man bei Freeletics lernt, ist simpel, einprägsam und trotzdem für viele Freizeitsportler schwer umzusetzen.

Ich sitze auf meinem Bett. Es ist 06:00 Uhr morgens. Ein Blick aus dem Fenster verrät, dass es ein kalter, nasser Tag sein wird. Ich schaue auf mein Handy, checke den News-Feed meiner Freeletics-App und denke mir: „Die anderen Athleten sind schon wieder fleißig – du musst auch trainieren!“  Der News-Feed der Freeletics-App hat den großen Vorteil, dass ich mit Athleten und Gleichgesinnten aus der ganzen Welt in Kontakt treten und mich vergleichen kann.

Mittlerweile ist es 06:15 Uhr. Ich sitze immer noch verschlafen auf meinem Bett. Ich bin müde und mir ist kalt. Aber meine Entscheidung ist gefallen. Ich werde mich jetzt anziehen und zum Training gehen. In meinem Kopf hämmert die Regel Nummer 1 von Freeletics, die ich mir immer wieder in Erinnerung rufe: „ES GIBT KEINE AUSREDEN – NIEMALS!“  Pünktlich um 06:35 Uhr stehe ich in völliger Dunkelheit draußen auf dem Sportplatz und beginne mit meinem Training.

 

Freeletics - eine ganz neue Herausforderung

 

Ich trainiere seit fast zwei Jahren mit der Freeletics-Fitness-App. Obwohl ich auch schon vorher viel Sport gemacht habe, zum Beispiel klassisch im Fitnessstudio oder regelmäßig gejoggt bin, ist Freeletics für mich eine ganz neue Herausforderung. Aber was ist Freeletics überhaupt? Freeletics ist eine Fitness-App in Kombination mit einer Webplattform. Sie bietet hochintensive Workouts an. Alle Übungen basieren auf dem eigenen Körpergewicht und genau das macht Freeletics so unkompliziert und einfach. Man braucht nichts - außer einem starken Willen und Sportklamotten. Keine Geräte, keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio – nur den eigenen Körper und die richtige Motivation. Ziel bei jedem Training ist es, die Workouts so schnell wie möglich zu absolvieren. Dabei ist Freeletics ein Ganzkörpertraining. Übungen wie Burpees, Pullups, Pushups, Squats und Situps gehören zur täglichen Routine. Zusätzlich bietet Freeletics individuelle Trainingspläne und Ernährungstipps an.

 

Wer steckt eigentlich hinter Freeletics?

 

Die Gründer von Freeletics sind drei ehemalige Studenten der TU München. Das Besondere an ihnen: Keiner von ihnen hat Sport studiert, aber sie hatten von Beginn an eine gemeinsame Vision. "Jeder Mensch hat das Potenzial, sein Leben nach den eigenen Wünschen und Zielen erfolgreich zu gestalten. Für den Weg in ein erfülltes und glückliches Leben ist mentale wie auch physische Stärke notwendig. Mit Freeletics können diese Eigenschaften wie ein Muskel aufgebaut werden, so dass jeder Mensch damit sein volles körperliches wie auch geistiges Potenzial entfacht."

Eigentlich hatten sich die jungen Gründer für ganz klassische Studiengänge entschieden - BWL, Mathematik und Chemieingenieurwesen. Anfang 2012 haben Joshua Cornelius, Andrej Matijczak und Mehmet Yilmaz die Entscheidung getroffen, im Rahmen eines Gründerprogramms der TU München ihr eigenes Start-Up-Unternehmen im Fitnessbereich zu gründen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte. Angefangen mit einem Youtube-Video, einem Newsletter und drei PDF-Dokumenten hat Freeletics den Markt der Fitness-Apps revolutioniert und die drei Studenten zu Millionären gemacht. Heute beschäftigt Freeletics mehr als 100 Mitarbeiter, über 7 Millionen Mitglieder in 160 Ländern zählen zur Community. Täglich registrieren sich 12.000 neue Athleten für das beliebte Trainingsprogramm.

 

Siegen beginnt im Kopf

An mein erstes Workout mit Freeletics erinnere ich mich noch gut. Allein das Aufwärmen verlangte mir viel ab. Ich war schon k.o., bevor das eigentliche Training überhaupt angefangen hatte. Was Freeletics so interessant macht, ist die starke Unterstützung durch die Community. Mit Hilfe der App kann man sich mit Athleten auf der ganzen Welt austauschen und die erreichten Ziele vergleichen. Das spornt zu Höchstleistungen an! Außerdem gibt es in vielen Städten mittlerweile digitale Freeletics-Gruppen. In diesen verabredet man sich – bis zu fünfmal pro Woche - zum gemeinsamen Training. Ich selbst trainiere zusammen mit der Freeletics-Gruppe München. Gemeinsam pusht man sich durch die körperlich und mental sehr anstrengenden Workouts. Die geistige Stärke spielt bei Freeletics eine entscheidende Rolle. Immer weiter zu machen, nicht aufzugeben, obwohl jeder Muskel brennt und schmerzt. Denn: Siegen beginnt im Kopf oder wie Freeletics es bezeichnet: "The body achieves what the mind believes."

„THE BODY ACHIEVES WHAT THE MIND BELIEVES"

Obwohl Freeltics von seinen Mitgliedern immer wieder starken körperlichen Einsatz fordert, ist die Fitness-App äußerst erfolgreich. Was macht Freeletics anders? Schließlich gibt es mittlerweile unzählige Fitness-Apps: Runtastic-Results, Runkeeper, Madbarz, um hier nur einige Beispiele zu nennen. Die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen. Aber keine von ihnen ist so erfolgreich wie Freeletics. Einer der Mitbegründer Joshua Cornelius sagte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Wir wollten eben ein Fitnesskonzept, das an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst ist. Viele Menschen haben nicht mehr die Zeit, zweimal die Woche zum Sportverein oder ins Fitnessstudio zu fahren. Mit dem Programm können sie mit wenig Zeitaufwand das Maximale rausholen, denn unsere Übungen sind sehr effektiv, und trainieren kann man überall.“ („Fitness ohne Studio“, 31.03.2014)

 

„High Intensity Workouts“

 

Freeletics hat offenbar den Zahn der Zeit getroffen. Dabei haben die Gründer das Rad nicht neu erfunden. Die Übungen wie Burpees (Hochstrecksprünge) oder Pushups (Liegestütze) sind alles andere als neu. Aber Freeletics hat die Bedürfnisse der heutigen Sportler erkannt. In einer immer schneller werdenden Zeit ist es für viele Freizeitsportler schwierig, Familie, Beruf und Sport unter einen Hut zu bringen. Und hier setzt Freeletics an. Die App basiert auf „High Intensity Workouts“, einem Trainingsprogramm, das die Anwender in möglichst kurzer Zeit durchführen und mit dem sie - trotz geringem Zeitaufwand - gute Ergebnisse erzielen können. Für eines der rund 30 hochintensiven Workouts brauchen Athleten im Durchschnitt rund 30 Minuten. In dieser halben Stunde muss jeder Sportler alles geben, so dass kontinuierlich in einem sehr hohen Pulsbereich trainiert wird. Und genau das macht Freeletics so effektiv und hat auch mich dazu gebracht, ein Teil der Freeletics-Familie zu werden.

Zudem basieren alle Übungen auf dem eigenen Körpergewicht. Das reduziert die Gefahr von Verletzungen. Viele Freizeitsportler gehen ins Fitnessstudio und trainieren oft mit zu schweren Gewichten, ohne die Technik zu beherrschen. Bei Freeletics wird jede Übung in einem kurzen Video genau erklärt und vorgemacht. Die sogenannten Freeletics-Ambassadors stehen der Community bei Fragen zur Verfügung und können vor Ort beim gemeinsamen Training die richtige Ausführung der Übungen kontrollieren. Voraussetzung ist, dass wirklich ein Ambassador in der jeweiligen Stadt zur Verfügung steht. Vor allem in kleineren Städten ist dies allerdings oft nicht der Fall.

 

ClapClaps für persönliche Bestzeit

 

Endlich geschafft! 07:15 Uhr und ich habe mein morgendliches Workout beendet. Langsam geht die Sonne auf. Die ersten Strahlen kämpfen sich durch die schweren Wolken am Himmel. Ich bin erschöpft. Obwohl die Außentemperatur Mitte November bei ca. minus drei Grad Celsius liegt, bin ich von Kopf bis Fuß durchgeschwitzt. Die Schweißperlen tropfen von meiner Stirn. Aber ich fühle mich gut und bin froh, es durchgezogen zu haben. Ein Blick auf mein Handy verrät mir, wie lange ich heute für dieses Workout gebraucht habe. Ich freue mich, denn ich habe eine neue persönliche Bestzeit, kurz „personal best“, erreicht. Das heißt, ich habe dieses Workout schneller als beim letzten Training erledigt. Die Community zollt mir ihren Respekt durch die Vergabe von sogenannten „ClapClaps“ und durch Kommentare.

Wenn ich andere Athleten anspornen oder ihnen zu einer Leistung gratulieren möchte, kann auch ich mit Hilfe der Freeletics-Apps ClapClaps verteilen, ähnlich wie ein "gefällt mir" bei Facebook.

Für heute packe ich meine Sachen zusammen. Viel ist es nicht – lediglich meine Wasserflasche und Fitnessmatte müssen in den Rucksack.

 

Mit schlanken Prozessen zum Erfolg

 

Das Problem vieler Fitness-Apps ist, dass sie finanziell nicht bestehen können. Manche Ideen sind gut. Aber was nützt der beste Geistesblitz, wenn mit ihm kein Geld verdient werden kann? Bei der Gründung von Freeletics setzten die Entwickler auf das sogenannte „Lean Startup“-Prinzip. Dabei geht es nicht darum, ein großes und komplexes Produkt auf den Markt zu bringen. Sondern das Startup wird in kleinen Schritten stetig weiterentwickelt. Schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können und das Produkt permanent den Bedürfnissen der Nutzer anzupassen – das steht im Vordergrund. Kurz: Schlanke Prozesse, schneller Markteintritt und ein schrittweises Testen des Produktes sind Kennzeichen für das „Lean Startup“-Prinzip.

 

Erst testen, dann kaufen

 

Freeletics bietet die Grundversion der App kostenlos zum Download an. So hat jeder potentielle Neukunde die Möglichkeit, die App zunächst einmal zu testen und muss nicht die Katze im Sack kaufen. Gefällt dem Kunden das Trainingsprinzip von Freeletics, hat er die Möglichkeit ein Abo abzuschließen. Mit diesem Abo erhalten die Mitglieder Zugang zu allen Funktionen, inklusive aller Workouts, und zu individuellen Trainingsplänen. Auch ich habe erst die Testversion ausprobiert. Als ich dann vom Trainingskonzept überzeugt war, entschied ich mich ein Abo abzuschließen. Freeletics ist auf mehreren Social-Media-Kanälen aktiv, zum Beispiel auf Facebook oder Instagram. Auf diesen Plattformen berichtet Freeletics regelmäßig über Trends und gibt Tipps für das Training. Durch die Erstellung eigener Motivationsvideos nutzt Freeletics die Möglichkeit des viralen Marketings und erreicht somit noch mehr Menschen. Allein das Motivationsvideo von Gründer Joshua Cornelius bekam bei YouTube knapp 400.000 Klicks. Das erste Transformationsvideo von einem der bekanntesten Mitglieder sogar über 8 Millionen.

 

Testen der absoluten Schmerzgrenze

 

 “MANCHMAL MUSS MAN DURCH DIE HÖLLE GEHEN, UM IN DEN HIMMEL ZU GELANGEN."

Jedes Training mit Freeletics ist hart, aber in der sogenannten „Hellweek wird es noch härter. Die Hellweek soll die Athleten an ihre absolute Schmerzgrenze bringen. Auch bei mir war es vor wenigen Tagen soweit: Die gefürchtete Hellweek stand bevor. Beim ersten Blick auf meinen Trainingsplan für die bevorstehende Woche war mir leicht unwohl zu Mute. Jeden Tag Training, teilweise sogar mehrmals am Tag. Ein Muskelkater folgt dem nächsten. Ruhetage gibt es nicht. Diese Woche verlangt einem körperlich und mental alles ab.

Jetzt ist meine Hellweek fast zu Ende. Der letzte Trainingstag steht an. Es ist ein grauer Tag und der Wind weht mir ins Gesicht. Der Sportplatz ist wie leergefegt. Egal – ich freue mich auf die neue Herausforderung, obwohl die vergangenen Tage wirklich hart waren. Der Muskelkater erstreckt sich über meinen ganzen Körper. Ich fühle mich ausgelaugt und erschöpft. Meine Beine zittern vor Erschöpfung, wenn ich in die Kniebeuge gehe. Aber das spielt jetzt keine Rolle #noexcuse! Meine Fitnessmatte liegt auf dem kalten, nassen Boden. Eine Flasche Wasser steht bereit und meine Freeletics App ist gestartet. Der Coach, der aus meinem Handy ertönt, zählt langsam den Countdown herunter: „5 … 4 ... 3 … 2 …. 1 LOS!“ Ich beginne mit meinem Workout. Bereits nach wenigen Minuten rast mein Puls. Die Muskeln brennen und schmerzen. Ich denke mir: „Jetzt bloß nicht aufgeben – nur noch ein paar Wiederholungen dann ist die Hellweek vorbei!“ 

Ich kämpfe mich von Runde zu Runde bis die letzte Übung ansteht. Noch einmal 50 Burpees. Der Blick auf die immer mitlaufende Stoppuhr zeigt mir, dass ich mich beeilen muss, um einen neuen „personal best“ aufzustellen. Ich lasse mich wieder auf meine Fitnessmatte fallen und drücke mich mit letzter Kraft nach oben, um die letzten Burpees vernünftig auszuführen. Jedes Mal, wenn ich zurück auf die Matte sinke, denke ich daran, wie schön es wäre, einfach liegen zu bleiben. Aber ich kämpfe gegen diese verlockende Vorstellung an, rufe mir immer wieder eine Grundregel von Freeletics in Erinnerung: "Don´t stop when you´re tired. Stop when you´re done."

„DON’T STOP WHEN YOU’RE TIRED. STOP WHEN YOU’RE DONE.“

 

Persönliches Fazit

 

Nachdem ich meine erste Hellweek hinter mir habe, bin ich erschöpft, aber glücklich. Freeletics hat mir dabei geholfen, körperlich und mental stärker zu werden. Ich spüre, dass ich fitter geworden bin. Die Workouts sind zwar immer noch hart, aber die persönlichen Bestzeiten werden von Training zu Training besser. Und auch an der Uni läuft´s: Ich kann mich besser konzentrieren als früher. Daher kann ich jedem nur empfehlen: Probiert es aus – es lohnt sich!

 
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Die App gibt die Übungen vor. (Foto: N. Werner http://niwblog.de)
 

 
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