Studiengänge im Wandel

Die Universität der Bundeswehr München bietet ihren Offizieren und Offizieranwärtern, sowie zivilen Studierenden insgesamt 16 Bachelorstudiengänge, davon 5 im Hochschulbereich für angewandte Wissenschaften. Die Zahl der Studienanfänger hängt dabei vor allem von den Kapazitäten der Studiengänge, aber auch dem Bedarf der Bundeswehr ab – die Anzahl der jährlichen Neuzugänge schwankt deshalb mitunter stark. Unser Projekt gibt Euch einen Überblick über die sich verändernden Zahlen von Studienanfängern seit der Gründung der Universität 1973.

Der große „Ersti“-Überblick

Das Studienangebot wandelt sich seit Gründung der UniBw in Neubiberg ständig – neue Studiengänge werden eingerichtet, manche eingestellt und wiederum andere Studiengänge umbenannt oder komplett restrukturiert. Die Gesamtzahl der Studienanfänger schwankt durch solche Maßnahmen.
Deutliche Veränderungen zeigen sich dabei zum Beispiel in den Jahren 2007 und 2008, als in Folge der Umstellung der Offizierausbildung im Heer zwei Jahrgänge gleichzeitig ihr Studium begannen. Aber auch die veränderte sicherheitspolitische Situation in Europa, sowie die Trendwende Personal, ist deutlich erkennbar durch die kontinuierlich steigende Zahl der Studienanfänger seit 2014.

Doch auch die Zahlen für einzelne Studiengänge variieren teils stark. So haben in diesem Jahr die Staats- und Sozialwissenschaften den Studiengang „Wirtschafts- und Organisationswissenschaften“ (WOW) als größter Studiengang abgelöst. WOW hatte seit 1993 stets die meisten Neuzugänge zu verzeichnen. Im Hochschulbereich der angewandten Wissenschaften teilen sich zurzeit die Studiengänge Management und Medien (FH) und Maschinenbau (FH) den ersten Platz mit jeweils 88 „Erstis“.

Was studieren eigentlich unsere Soldatinnen?


1029 Studienanfänger zählte die UniBwM 2019, 168 davon waren weiblich. Das ergibt einen Frauenanteil von über 16% - zum Vergleich, die Bundeswehr hat insgesamt einen Anteil an Soldatinnen von rund 12%. Die folgende Grafik zeigt für dieses Jahr die Aufteilung von Frauen und Männern auf die jeweiligen Studiengänge.
Die meisten Studienanfängerinnen haben die Studiengänge Psychologie mit 21 Frauen von insgesamt 36 Studierenden, Bildungswissenschaften (27 von 49) und Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (29 von 95). Den wenigsten weiblichen Nachwuchs verzeichnen dazu die Studiengängen Elektrotechnik- und Informationstechnik (2 von 24), Wehrtechnik (3 von 34) und Maschinenbau (FH) mit nur 6 Frauen unter insgesamt 82 Studienanfängern.
Am weitesten abgeschlagen liegt jedoch „Aeronautical Engineering“. Seit dem Zugang der ersten und - bis dato - einzigen Frau in diesem Studiengang im Jahr 2018, lag der Frauenanteil 2019 wieder bei 0%.

 
Studiengänge im Wandel / Foto: Nikolay Georgiev auf Pixabay
 

 
Redaktion

 

 
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