Studierende der UniBW erzählen

 
Wie ist Ihre Meinung zur aktuellen Klimadebatte?

Wie verfolgen die Mitglieder der Universität die Debatte um den Klimawandel? Wie verändern sie ihr Verhalten auf und außerhalb des Campus? Die Studierenden des Studiengangs Medien und Management haben nachgefragt.

„Gut gemeint, aber zu wenig“

Redakteur: Toni Arndt


Zino Wilhelm, Student Wirtschafts- und Organisationswissenschaften

„Urban Jungle, Car- und Scootersharing-Projekte, Fridays For Future – alles gut gemeintes Engagement, aber es ist zu wenig. Es fehlt an progressiver, ganzheitlicher Pionierarbeit ›von oben‹, wie es zum Beispiel in Luxemburg der Fall ist. Dort ist seit dem 1. März 2020 der öffentliche Nahverkehr für jeden kostenlos. Ich verstehe aber, dass der Sprung vom individuellen Auto hin zur ganzheitlichen Mobilität schwierig sein kann – gerade für Deutsche. Aber alle sind verantwortlich, müssen mitgenommen werden und mitwirken dürfen.“

„Es ist noch nicht zu spät“

Redakteur: Felix Lüders

Marcel Willigens, Student Wirtschafts- und Organisationswissenschaften

„Klimaschutz ist generell ein wichtiges Ziel. Die aktuelle Klimadebatte wird allerdings zu emotional geführt, und auch die großen Klimademonstrationen sind nicht zielführend. Deutschland ist auf einem guten Weg, was den Klimaschutz angeht, jetzt kommt es jedoch darauf an, sich auf Handlungsvorschläge der Experten zu verlassen. Die emotional geführte Debatte hat auch eine positive Folge: Aufmerksamkeit. Erst in den letzten Jahren sind uns mögliche Auswirkungen bewusst geworden. Nun wird die Notwendigkeit, gewisse Schadstoffe zu minimieren deutlich erkannt. Es ist noch nicht zu spät, sich der Klimaerwärmung anzunehmen.“

„Klimawandel geht uns alle an“

Redakteur: Samir El-Messaoudi

Jenny Seemann, Studentin Bildungswissenschaft

"Vor kurzem habe ich mich mit meiner Oma darüber unterhalten, dass wir in diesem Winter so gut wie gar keinen Schnee hatten. Die Wintermonate werden immer milder, die Sommer immer heißer. Zuerst hat sich das ganz gut angehört, aber was sind die Folgen? Das war das erste Mal, dass ich mir Gedanken zum Klimawandel gemacht habe. Klimawandel geht uns alle was an und sollte nicht vernachlässigt werden. Ich habe überlegt, wie ich meinen Beitrag leisten kann und bin zu dem Entschluss gekommen, dass das gar nicht so einfach ist. Auf das Reisen möchte ich nicht verzichten und meinen Diesel gebe ich auch nicht ab. Nichts tun finde ich aber nicht richtig, deshalb achte ich besonders auf die kleinen Dinge: Ich nehme eine Stofftasche mit zum Einkaufen, um hinterher keine Plastiktüten wegzuschmeißen. Wenn jeder auf die kleinen Dinge achtet, können wir viel bewirken. Dann haben wir vielleicht auch wieder Schnee im Winter, worüber sich meine Oma ganz besonders freuen würde."

„Das Auto mal stehen lassen“

Autor: Alim-Romeo Milas

Vitalij Krylov, Student Wirtschafts- und Organisationswissenschaften

„In letzter Zeit habe ich mein Verantwortungsbewusstsein für die Nutzung meiner Verkehrsmittel im Hinblick auf deren Einfluss auf die Umwelt gesteigert. Die deutlicher werdenden negativen Folgen des Klimawandels haben mich immer mehr zum Nachdenken angeregt. Ich versuche immer, wenn es passt, das Auto stehen zu lassen. Doch in der Praxis hat sich das als schwieriger herausgestellt als gedacht. Das Auto kommt meinen individuellen Ansprüchen entgegen. Ich kann mich unabhängig fortbewegen, ohne auf Abfahrtspläne angewiesen zu sein. Aber für längere Strecken, wie die Heimfahrten nach Stuttgart am Wochenende, nutze ich das Angebot der Bahn.“

 

 
 

 
Redaktion

 

 
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