Zukunftsjournalismus: Nachrichten live erleben

Wie kann der innovative Journalismus der Zukunft aussehen? Ob Augmented Reality & Virtual Reality in Zukunft das Fernsehen der privaten Haushalte ersetzen werden? Darüber sprach der virtuelle Gastreferent Professor John V. Pavlik der amerikanischen „School of Information and Communication“, von Rutgers, the State University of New Jersey, im Mastermodul „Innovationen im Journalismus“ des Studiengangs Management und Medien 2017.

Um sich über die aktuellen Geschehnisse weltweit zu informieren, schaut unsereins für gewöhnlich Nachrichten auf der heimischen Couch. Mithilfe neuester technologischer Innovationen könnten diese nahezu live wahrgenommen sowie miterlebt werden.

Die Demonstration über Missstände in einem Land am anderen Ende der Welt wird zu einem hautnahen Erlebnis. Durch das Aufsetzen einer VR-Brille wird das Gefühl vermittelt werden „mittendrin, statt nur dabei“ zu sein: Demonstranten stehen dicht gedrängt um dich herum, Plakate versperren die Sicht und grölende Parolen lassen es kaum zu noch das eigene Wort zu verstehen, der Puls schießt in die Höhe – und das alles im eigenen Wohnzimmer.

Mittels AR- und VR-Technologie lassen sich Emotionen wahrnehmen und die Geschehnisse aus aller Welt mit ganz anderen Augen wahrnehmen. Durch Lautsprecher, 3D-Effekte sowie Vibrationen können durch die VR-Brille mehrere Sinne des Nutzers angesprochen werden und ihm so ein Gefühl vermitteln, Teil des Ereignisses zu sein. Diese Art von Journalismus vergleicht der Professor mit „haptischem Journalismus“, welcher es dem Nutzer ermöglicht, die Nachrichten „virtuell zu fühlen“, anstatt diese nur zu sehen. Wie fühlt es sich an, in Haiti über die Straße zu gehen, nach dem Erdbeben? Wie lebt man als Obdachloser in LA? Wie lebt man in einem Flüchtlingscamp? Es gibt viele journalistische Projekte, in denen mit neuen Formen der Berichterstattung oder des Nachrichtenerlebens experimentiert wird.  Technische Innovationen geben Impulse für einen Journalismus der Zukunft, wie Pavlik sagt „There is so much to come, we cannot even imagine today“!     

 
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Redaktion

 

 
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